Wie wir unsere ungeliebten Anteile integrieren können?

Liebe Weggefährten, sehr geehrte Gäste

ich möchte ein Thema der Bewusstseinsarbeit ansprechen, was für mich eines der Wichtigsten ist.
Vielleicht kennt der Eine oder Andere das Gefühl der Schockstarre: Ein Anteil von uns wird verdrängt ins Unbewusste. Dieser blinde Fleck ist unser Schatten. Um Mitgefühl für ihn entstehen zu lassen, nenne ich es, „ein Kind was hungrig draußen friert bei minus 20 Grad“, Meist durch ein traumatisches Ereignis haben wir gelernt, uns so selbst zu schützen. Der Verlust eines nahen Menschen, Unfälle, Operationen, Kriegserlebnisse, Folter oder Streit in Familien, hinterlassen einen Schock. Unsere Reaktion darauf ist entweder zu kämpfen, zu flüchten oder sich tot zu stellen, damit wir weiterleben können.

Viele Menschen sind zur Zeit mit diesen verborgenen Emotionen konfrontiert. Doch oft laufen sie vor ihren Schattenkindern weg, weil sie so schmerzhaft sind. Doch von was wir weg wollen, ist der beste Klebstoff. Warum fällt es uns nur so schwer, auch all unsere Schatten-Kinder an unseren Herzens-Tisch zu holen, wo es Liebe als Seelennahrung zum Wärmen gibt und Licht zum Heilen. Warum dürfen unsere traurigen Kinder nicht da sein? Warum haben wir so viel Angst, dass wir Kinder in uns tragen, die wir nicht vorzeigen dürfen? Wir schämen uns ihrer und fühlen uns Einiger sehr schuldig. Ohnmächtig und unbewusst stellen wir diese Kinder vor die Tür, hungrig und herzlos. Sie sind eingefroren, ihre Energie kann nicht mehr fließen.

Der Umgang mit Gefühlen wäre für mich ein Schulfach. Weil wir Angst haben in unseren Gefühlen zu ertrinken, bauen wir um verletzte Gefühle Torwächter auf. Um sie zu unterdrücken brauchen wir fast unsere ganze Energie.

Unsere ersten Gefühle, egal ob in der Schwangerschaft, gleich die allerersten Erfahrungen bei der Geburt oder der ersten Zeit danach, sind Primärgefühle. Wenn ein Baby aus der Einheit in diese Welt geboren wird, ist das seelisch oft sehr traumatisch. Das Wesen begibt sich aus dem Eins-Sein in die Trennung. Dort entsteht schon der Urschmerz, die Angst diesen Weg nicht mehr zurück zu finden.

Kinder die nicht willkommen sind, oder, die vom erstem Atemzug an, denken, sie sollten ein Mädchen und kein Junge sein. Sie durchleben seelisch die Hölle. Seelische Primärgefühle sind z.B. Hilflosigkeit, Angst, Ausgeliefert sein, Ohnmacht, Einsamkeit, Ablehnung, Wut und Aggression. Kein Lebenswille oder Ablehnung des Lebens können Ausdruck primärer Gefühle sein. Körperliche Primärgefühle sind dagegen, das erste Mal Kälte zu spüren, Hunger und Durst, vielleicht nicht atmen zu können oder Schmerz. Diese Schutzhülle um unser Herz dient uns zu diesem Zeitpunkt.  Erst später wirkt es sich wie eine Mauer aus, die uns von uns selbst und dem wahren Leben trennt. Später, als Erwachse, wissen wir nicht mehr wer wir sind.

Bist du sicher, dass ein bestimmtes Gefühl Dein Gefühl ist?
Wir übernehmen Gefühle von unseren Eltern und Großeltern – meist aus Liebe. Wir spüren ihre Angst und Überforderung. Ein Kind kann auch glauben sich seinen Platz verdienen zu müssen. Alle Fremdgefühle die wir tragen, gehören uns nicht. Sie gehen von Generation zu Generation weiter, bis ein Mensch es stoppt. Dies ist das wertvollste Geschenk an seine Kinder. Wenn ein Gefühl nicht zu dir gehört, kannst du es nur in dein Familiensystem zurückgeben.

Wie können wir unsere eigenen Schattenkinder nach Hause holen? Viele innere Kinder haben wir im Seelencoach aufgespürt. Wir haben sie angeschaut und sie fühlten sich nach langer Zeit wieder gesehen. Wir haben ihnen unser Herz geöffnet, sie umarmt, und Liebe und Trost zu ihnen fließen lassen.

Bist du mutig genug all deine unbewussten Anteile wieder zu fühlen und Ihnen ein Platz in deinem Herzen zu geben? So ein Kind vor der Tür ist nicht immer friedlich oder nur traurig, sondern oft auch zornig, wütend und voller Misstrauen. Stellt euch vor, ihr sperrt einen Hund tage- wochen- oder jahrelang in ein dunkles Zimmer abgeschnitten von Liebe und Zugehörigkeit. Glaubt ihr, dass er euch Schwanzwedelnd entgegen kommt, wenn ihr die Tür einen Spalt öffnet? Auch er bräuchte erst wieder Vertrauen zu Euch, dass ihr es ehrlich meint und die Tür nicht wieder verschließt. Deine ungeliebten Kinder warten auf dich und machen sich oft in deinem Leben bemerkbar. Sie erschaffen Realität in deinem Leben, doch nicht dass, was du gern hättest. Sie erschaffen Situationen, in denen du wieder diesen alten Schmerz erfährst, diese Ablehnung oder dieses Ausgeschlossen sein. Ich spüre bei so vielen Menschen, die zu mir in die Seminare oder Einzelarbeit kommen, dass sie ihre Traurigkeit verstecken. Doch nichts ist für mich so offen sichtlich, als das was du verbergen willst. Erst musst Du weinen, dann kommt das wahre Lächeln. Du willst natürlich lachen und glücklich sein. Doch wir Alle haben Grund zur Trauer. Stellst Du dein trauriges Kind vor die Tür, ohne dein Mitgefühl? Es wird rebellieren. Es wird Dich bei der nächsten Gelegenheit um die Ecke erwarten.

Willst Du fröhlich sein, musst du dich mit dieser Traurigkeit auseinandersetzen. Willst du Leichtigkeit, musst du dich mit der Schwere in dir konfrontieren. Willst du die Fülle in dein Leben holen, sei bereit den Mangel zu fühlen. Sperre Depression und Angst nicht aus, gehe mitten in das Zentrum der Angst, auch wenn sie wie ein schwarzes Loch ist.

Nur ein Mensch, der zu all seinen Anteilen steht und sie integriert, wird den Weg in die wahre Selbstliebe finden. Diese Selbstliebe ist der Nährboden für Alles, wie Selbstvertrauen und Entfaltung. Die Teilnehmer im Seelencoach haben schon viele Kinder integriert, wie z.B. die Schwäche, die jetzt neben der Stärke ihren Platz hat. Zu den geliebten Kindern, wie der Erfolg, die Sicherheit und Schönheit, wurden ungeliebte Kinder eingeladen, wie z. B. die Schuld, der Täter, der Lügner, der Betrüger, die Hure, Das Verlassen sein, die Verlustangst, die Wertlosigkeit, die Existenzangst, den unerlösten Alkoholiker oder Vergewaltiger usw. Aufgestaute Energie löste sich durch Tränen und kam ins Fließen. Vor dem wahren Lächeln gingen viele Tempotaschentücher die Runde. Der Part ‚Selbstheilung‘ im Seelencoach ist kein Puder-und Pampers Kurs. Bewusstseinsarbeit hat nichts mit Räucherstäbchen und schwebenden Gewändern zu tun. Es ist etwas für Sucher die ganz werden wollen. In einer Gruppe, getragen in einem geschützten Raum, ist dies leichter. Es ist die Akzeptanz gegenüber Allem, die dich tragen wird. Ein Mensch, der sich nicht Alles vergibt, wird sich nicht sicher fühlen. Erst wenn du dich immer mehr kennst und immer wieder ein JA zu dir sagst, entsteht die Basis für deinen inneren Frieden und eine Freude die bleibt.

Dazu lade ich auch im neuen Seelencoach 2015 ein !

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